TikTok, Political Correctness – Wenn die Realität gegen die Community-Richtlinien verstößt!

Shalom, meine Lieben, und willkommen zu einem neuen Artikel von mir.

Ja, ich bin wieder da. Es hat lange gedauert. Meine letzten News hier auf Ever4you.de stammten vom 26. März 2026. Danach war ich für eine längere Zeit offline, eine lange Geschichte rund um meinen eigenen Server, die ich an anderer Stelle erzählen werde.

Heute schreiben wir den 4. November 2026. Das letzte Update liegt also wirklich schon eine Weile zurück. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan, und eines der Themen, das mich in dieser Pause beschäftigt hat, möchte ich heute sauber und faktenbasiert aufbereiten.

Es geht um TikTok, um wiederholte Sperren und um die Frage, was passiert, wenn man eine einfache biologische Tatsache ausspricht.

Der Kommentar, der nicht veröffentlicht werden durfte

Live Kommentare der nicht veröffentlicht wurde

Am 24. Mai 2025 wurde ein Live-Kommentar von mir nicht veröffentlicht. Der Text lautete sinngemäß: „Shalom, so ist es: Es gibt nur zwei Geschlechter.“ Dazu ein lächelndes Emoji. TikTok stufte das als Verstoß gegen die Community-Richtlinien ein – konkret als „Hassrede und hasserfülltes Verhalten“. Eine Strafe für den Account wurde nicht verhängt, aber der Kommentar verschwand. Die Begründung der Plattform: Unterschiede der Menschen sollten respektiert werden und kein Grund zur Spaltung sein.

Ich hatte keine Beleidigung ausgesprochen, niemanden persönlich angegriffen und keine Gruppe pauschal abgewertet. Ich hatte eine biologische Feststellung getroffen. Für TikTok war das offenbar ausreichend, um den Kommentar als problematisch einzustufen. Das war nicht das erste Mal, dass ich dort mit ähnlichen Themen aneckte. Nach mehreren solchen Erfahrungen habe ich irgendwann entschieden: Ich mache dort keine Videos mehr und investiere keine Energie mehr in die Plattform.

Was die Biologie dazu sagt?

Human Sexual Dimorphism
Human Sexual Dimorphism

In der Evolutionsbiologie gilt für alle anisogamen Spezies – also Arten, bei denen es große und kleine Keimzellen gibt – eine klare Definition: Es gibt zwei Geschlechter. Männchen sind Organismen, deren biologische Funktion die Produktion kleiner Gameten (Spermien) ist. Weibchen sind Organismen, deren biologische Funktion die Produktion großer Gameten (Eizellen) ist. Das ist keine kulturelle Konvention und kein politisches Statement. Es ist die Grundlage der Fortpflanzung bei Säugetieren, einschließlich des Menschen.

Die Geschlechtschromosomen (typischerweise XX bzw. XY) steuern die Entwicklung, aber die Definition des Geschlechts selbst hängt nicht von der Chromosomenzahl ab, sondern von der Gametenfunktion. Seltene Abweichungen – Chromosomenanomalien oder Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSDs) – existieren. Sie sind medizinisch relevant und verdienen individuelle Behandlung und Respekt. Sie schaffen jedoch kein drittes Geschlecht und heben die binäre Struktur nicht auf. Die überwältigende Mehrheit der Menschen entwickelt sich eindeutig in eine der beiden Richtungen. Archäologische und forensische Praxis bestätigt das seit Jahrzehnten.

Was Archäologen in 200 Jahren finden werden

Archäologie Sektion
Archäologie-Sektion

Stell dir vor, wir schreiben das Jahr 2200. Archäologen graben die Knochen unserer Zeit aus. Sie bestimmen das biologische Geschlecht anhand klarer morphologischer Merkmale: der Form des Beckens (besonders der subpubischen Winkel und die Incisura ischiadica), der Robustheit des Schädels, der Größe bestimmter Knochen und weiteren sexualdimorphen Merkmalen. Bei gut erhaltenen erwachsenen Skeletten liegt die Genauigkeit dieser Methoden in der Regel deutlich über 90 Prozent, beim Becken oft noch höher.

Sie werden zwei Gruppen finden: Skelette mit männlicher Morphologie und Skelette mit weiblicher Morphologie. Sie werden keine dritte Kategorie „irgendwas dazwischen“ als Normalfall entdecken. Intersex-Bedingungen sind so selten und individuell unterschiedlich, dass sie in der archäologischen Massenauswertung keine eigene Geschlechterkategorie bilden. Die Knochen lügen nicht. Die Realität der zwei biologischen Geschlechter ist im Material selbst eingeschrieben.

Genau das habe ich mit dem Kommentar gemeint. Es war keine Ideologie. Es war der Hinweis auf etwas, das in der Biologie und in der Archäologie als etablierte Tatsache gilt.

Die Analogie mit der Sonne

Analogie mit der Sonne

Manchmal hilft ein Vergleich, um zu zeigen, wie weit die Ablehnung von beobachtbarer Realität gehen kann. Stell dir vor, jemand behauptet ernsthaft: „Man braucht die Sonne gar nicht. Die Erde muss die Sonne nicht umkreisen. Wir können ohne Sonne, ohne Schwerkraft der Planeten und ohne die bekannten physikalischen Kräfte im Universum existieren. Alle Wissenschaftler, die das Gegenteil sagen, liegen falsch, weil ich eine Theorie habe.“

Die meisten von uns würden das als offensichtliche Realitätsverweigerung erkennen. Wir wissen aus Beobachtung, Messung und jahrhundertelanger Wissenschaft, dass die Sonne im Zentrum unseres Systems steht, dass die Erde sie umkreist und dass Leben auf der Erde ohne die Energie der Sonne nicht existieren würde. Wer das leugnet, leugnet nicht eine Meinung – er leugnet die Funktionsweise der Welt.

Ähnlich verhält es sich mit der Aussage „Es gibt nur zwei Geschlechter“ im biologischen Sinne. Wer das als Hassrede einstuft, behandelt eine deskriptive Tatsache so, als wäre sie eine moralische Beleidigung. Das ist der Kern des Problems, das ich mit Plattformen wie TikTok habe.

Warum ich TikTok den Rücken gekehrt habe

Warum ich TikTok den Rücken gekehrt habe

Nach dem Vorfall und nach weiteren ähnlichen Erfahrungen habe ich mir die Frage gestellt: Lohnt es sich, auf einer Plattform zu posten, die grundlegende biologische Feststellungen als problematisch behandelt? Meine Antwort war nein. Ich mache dort weder Videos noch Kommentare mehr zu diesen Themen. Nicht, weil ich Angst hätte, sondern weil die Rahmenbedingungen so verzerrt sind, dass eine normale Diskussion kaum noch möglich ist.

Die Community-Richtlinien sprechen von Respekt und von der Ablehnung von Spaltung. In der Praxis führt das oft dazu, dass bestimmte wissenschaftliche Aussagen unterdrückt werden, während andere ideologische Positionen bevorzugt werden. Das ist kein neutraler Schutz vor Hass. Das ist die Durchsetzung einer bestimmten Weltsicht auf Kosten der Fakten.

Ich bin nicht der Einzige, dem das passiert ist. Viele Creator haben ähnliche Erfahrungen gemacht, wenn sie biologische Realität und Gender-Ideologie auseinanderhalten wollten. Die Konsequenz für mich war klar: Ich konzentriere mich auf Orte, an denen ich solche Themen noch offen und faktenbasiert besprechen kann.

Mein Fazit!

Was bleibt Realität im Grabungsfeld

Die Realität lässt sich nicht dauerhaft verbiegen. In 50 oder 100 Jahren sind wir alle tot. Die Knochen, die bleiben, werden dieselben Geschlechtsmerkmale zeigen wie die unserer Vorfahren. Archäologen werden weiterhin zwei biologische Geschlechter feststellen können. Plattformen können Kommentare löschen und Accounts einschränken. Sie können die wissenschaftliche Beschreibung der Welt aber nicht ändern.

Mein Artikel hier ist kein Aufruf zu Aggression. Er ist ein Plädoyer dafür, Fakten und Meinungen auseinanderzuhalten. Eine biologische Feststellung ist keine Hassrede. Die Weigerung, diese Feststellung zuzulassen, sagt mehr über die Plattform aus als über den Kommentar.

Ich bin zurück. Und ich werde weiterhin über Themen schreiben, die mich beschäftigen – klar, faktenbasiert und ohne die extreme Sprache, die in Momenten großer Frustration entstehen kann.

Danke, dass ihr wieder da seid.
Shalom.